Claudio Näf zeigt eine Serie von Zeichnungen. Während eines Jahres hat der Künstler jeden Tag eine Zeichnung erstellt, immer in Schwarz-Weiss und im Format A5. Das etwas starre konzeptionelle Raster kontrastiert mit dem Witz, dem Spielerischen und den Sinnfragen, welche diese Serie leiten. Die Zeichnungen erzählen von Vergänglichkeit, von Verwicklungen in einer Zweierbeziehung, von zweifelnden Selbstbefragungen und Selbstvergewisserungen. Die Klammer, die mit dem Titel I am not a nihilist gesetzt wird, ist zugleich eine Frage: «Am I a nihilist? How can one make sense in the face of daily emerging senselessness?» Claudio Näf zeigt in der Werkgruppe einen gekonnten Einsatz zeichnerischer Mittel. Die Jury des Aargauer Kuratoriums erkennt in dieser Serie ein vielversprechendes künstlerisches Potenzial und hat deshalb einen Förderbeitrag gesprochen. Pablo Müller

 

CLAUDIO NÄF, *1993, Luzern, Bildende Kunst und Performance, Förderbeitrag CHF 10’000, claudionaef.com

Visuals: Porträtbild © zVg; Kunsthalle Luzern, Wandbild Mauerblümchen (Foto © Kilian Bannwart); Foto I am not a nihilist, Ausstellung Jungkunst © Jonny Labusch